IM Austria

Was war das wieder für ein Tag – das Highlight des Jahres aus sportlicher Sicht nicht nur für unsere Athleten, mit allen Höhen und Tiefen, die eine Langdistanz so mit sich bringt. Es wurde gekämpft, gelitten und am Ende zumeist gefeiert – die magischen Worte beim Zieleinlauf „You are an Ironman!!“ vergisst wohl kein Athlet sein Leben lang. Gänsehaut pur für alle Zuseher an der Strecke und für alle an den Bildschirmen – heuer wurde das Spektakel ja das erste Mal live via Internet übertragen. Der Ansturm am Tag danach bei der Registrierung für 2019 ist auch deswegen wieder ungebrochen gewesen.

Für die Elite Athleten Melanie Edlinger, Markus Egger, Gerald Ratschke, Manuel Schnell, Max Petrin, Bernhard Gutschmar, Anton Peinhaupt und Eva mit Stefan Scheucher war es ein erfolgreicher Tag. Markus konnte sogar das Ticket für Hawaii lösen und wird dort zum zweiten Mal mit den besten der Welt am Start stehen und Gerry darf sich schnellster Kärntner auf der Langdistanz nennen!

Extrem erfolgreich waren auch unser Basic Teammitglieder Michael Hofbauer (Sub 10), Markus Reiter, Jürgen Seifried und Manuel Eckert – wir gratulieren herzlich!!

Pechvogel des Tages war Christian Hirner: eine Lebensmittelvergiftung am Tag davor zwang ihn auf der Laufstrecke zur Aufgabe.

Einen repräsentativen Rennbericht hat uns Manuel geschickt – viel Spaß beim Lesen!

„Mit dem Ziel viel Erfahrung für mein Langzeitziel „Kona 2020“ zu sammeln ging ich nach einer nahezu perfekten Vorbereitung mit viel Selbstvertrauen in mein Heimrennen. Erwartungsgemäß musste ich beim Schwimmen bis knapp vor dem Lendkanal sehr viel Führungsarbeit leisten und fand dort dann die erste Gruppe in der ich mich für das Radfahren ein wenig erholen konnte. Am Rad habe ich dann sofort gespürt, dass die Beine richtig gut sind und der Druck da ist. Leider hat sich die Kette nach 3km bei der ersten Wende gelöst und ich musste nach 2 Minuten Stehzeit die Verfolgergruppe an mir vorbeifahren lassen (sehr frustrierend). Mit viel Wut im Bauch musste ich dann das ganz Südufer hart fahren um wieder aufzuschließen, beim Anstieg Velden dann leider wieder die nächste Panne mit der Kette, diesmal zwischen Rahmen und Kettenblätter eingeklemmt und die Gruppe war wieder weg. Somit war aus Angst vor der nächsten Panne der Wiegetritt für die restlichen 150km tabu. Trotzdem fand ich die Spitzengruppe der Age Grouper relativ bald wieder und blieb auch dort bis T2. Zu Beginn fühlten sich die Beine richtig gut an und die angepeilte Pace schien locker, doch nach 7km merkte ich, dass ich ein Energiedefizit durch kleinere Magenprobleme hatte. Den Rest des Marathons habe ich dann mehr mit dem Kopf und viel Cola als mit den Beinen absolviert und somit bin ich auf das erfolgreiche Finish (auch wenn es die Zeit nicht widerspiegelt) noch stolzer. Die Richtung stimmt.“