IM 70.3 Shanghai

Unser Elite Athlet Manuel Schnell begab sich in das Land der aufgehenden Sonne um dort bei der Premiere des Iornman 70.3 Shanghai dabei zu sein. Nicht nur das Land und die Leute reizten ihn, sondern auch die Slot Vergabe für die WM auf Hawaii. Wie es ihm ergangen ist, lest ihr hier:

Vorab: Wer ein reibungslos perfekt organisiertes Rennen machen möchte, sollte sich wirklich überlegen einen der 70.3 Wettkämpfe in China zu bestreiten: Direkt von Wanda bis in kleinste Detail organisiert, ca. 3 freiwillige Helfer pro Athlet, auf den Zentimeter genau vermessene Strecken, schnelle Wettkämpfe etc. etc. etc.

Ursprünglich habe ich den 70.3 Shanghai schon länger ins Auge gefasst, weil die Anreise sehr leicht ist (von Klagenfurt ca. 12 Stunden Reisezeit mit einem Layover in Wien). Leider wurde aber der erste Flug gecancelt und so wurden daraus knapp 26 Stunden Reisezeit was sicher-lich für das Rennen, das 3 Tage später starten sollte, nicht ganz optimal war.

Zum Rennen selbst: Rolling Swim Start mit Startsprung (Kopfsprung strengstens verboten für Age Grouper) in den 18 Grad kühlen See mit 2 Wendebojen und Richtungsbojen alle 100 Me-ter, was die Orientierung extrem leicht machte. Leider haben sich durch die großen Abstände beim Schwimmstart keinerlei Gruppen gebildet und so wurde es von Anfang an für jeden ein Rennen gegen die Uhr. Über den Schwimmausstieg (Leiter auf einen schwimmenden Steg) ging es dann ein paar hundert Meter in die Wechselzone und sofort auf das Rad.

Die Radstrecke selbst war landschaftlich sicher nicht das Highlight dafür war aber für uns ein 4-spuriger Highway „voll gesperrt“. Nach knapp 15km habe ich dann auf die beiden führen-den Age Grouper auf der sehr, sehr windigen aber flachen Radstrecke aufgeschlossen und machte von da an größtenteils die Tempoarbeit in der 3er Gruppe und konnte mir so die schnellste Age Group Radzeit und zwölftschnellsten Bikesplit Overall holen.

Die beiden Jungs aus Australien und Deutschland waren dann auf der Laufstrecke leider recht schnell ausser Sicht und so war ich für die nächsten 10km wieder auf mich alleine ge-stellt. Ein kleines Tief zwischen km7 und 11 habe ich relativ gut überwunden und konnte über die Lauffrequenz wieder halbwegs mein Tempo finden. Alles in allem nicht der Laufsplit, den ich mir gewünscht habe, aber trotzdem hat es für einen 7. Platz AG Overall und 3. Platz AG30-34 gereicht, womit ich MEHR als zufrieden bin.

Unsicher, ob es 2 oder 3 Slots für Kona in meiner Altersklasse geben wird, bin ich hochgradig nervös zur Slot Allocation und Siegerehrung gegangen. Als dann der Erste meiner AG bei der Siegerehrung nicht auftauchte, war eigentlich schon relativ klar, dass er auch auf den Slot verzichten würde. Und genau so war es dann schlussendlich, mit Tränen in den Augen habe ich mir die Münze von Greg Welch abgeholt.

Wir gratulieren herzlich und freuen uns, ihn auf seinem Weg nach Hawaii begleiten zu können!