Mont-Tremblant mit wenig Luft

Erst vor wenigen Wochen hat sich Stefan trotz beruflichen Stresses entschieden, seinen Slot bei der 70.3 WM in Kanada einzulösen. Somit war er auch der einzige Teamvertreter, der sich einem kalten See, einer unrhythmischen und windigen Radstrecke, 300 Laufhöhenmeter und einer unzähligen Riege an austrainierten Athleten stellte.


Das kühle Nass ist bekanntlich nicht seine Stärke, aber mit der Ausbeute im Wasser war er zufrieden. Mit guten Beine wollte er gleich Meter bzw. Ränge auf der Radstrecke gut machen, was ihm bis Kilometer 70 auch gut gelang. Dann verflüchtigte sich ziemlich rasch die Luft aus dem Hinterreifen und das aus einer nicht gerade kleinen Öffnung. Nachdem er keinen Ersatzreifen und nur einen Pannenspray dabei hatte, versuchte er es damit. Geholfen hat es nur wenig. Es blieben auch nach einer nachgeschossenen CO2 Patrone nur gefühlte 2bar im Reifen. Damit machte er sich auf die letzten 20km und er schaffte es auch. Mit gemischten Gefühlen zog er sich die Laufschuhe an, aber dann besann er sich seines Motos: „aufgeben tut der Duller nicht und das schon gar nicht bei einer WM!“ Mit einer Laufzeit von 1:21:35h legte er einer der besten Zeiten seiner Altersklasse hin und finishte noch als 18ter. Nachdem der 10. aber nur knapp mehr als 3 Minuten vor ihm war, wäre wohl ohne Panne eine wesentlich bessere Platzierung drinnen gewesen.

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